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Hier geht es um Uwe

Autsch, dieser Blogartikel könnte die paar wohlmeinenden LeserInnen verschrecken und böses Blut ergeben und trotzdem möchte ich mich zu der in der Blogosphäre aufgetauchten Aktion für Uwe äußern:

Bildquelle: Blogpatenschaften

NEIN ich bin nicht gegen Hilfe für Uwe

Uwe? Uwe ist ein Obdachloser in Hamburg, der vom Ole mit seinem SocialBlogger {kuckst Du hier} und nun auch von der Ina von den Blogpatenschaften {kuckst Du hier} auserkoren wurde. Auserkoren  ihn von der Straße zu holen….

Ich weiß nicht, ob es jemand weiß, aber ich habe 6Jahre offiziell für ein Männerwohnheim gearbeitet und so meine eigenen Erfahrungen mit solcher Art Hilfe machen müssen.

Uwe ist so wie ich das sehe Hamburger und er lebt schon einige Zeit auf der Straße?

Ich kann nicht glauben, dass er die Heilsarmee in Hamburg nicht kennt, oder das PikAs?

und warum geht er nicht zu einer der Beratungsstellen die es in Hamburg gibt!? (In Lübeck gibt es da die SOS und die Zentrale Beratungsstelle für Männer)

Ich kenne Uwe nicht, also weiß ich nicht, ob ich richtig liege!

Wenn ich also nicht weiß was ich von einem Klienten halten soll, dann nehme ich ihn/ oder auch mal sie an die Hand und gehe mind. zu einer der Beratungsstellen.

Wer sagt Euch denn, dass Uwe nicht auf die Tränendrüse drückt!?

Nochmal! Nix tun ist auch nicht richtig, aber ihm Geld und Klamotten geben ??? Ich wage zu bezweifeln, dass das der richtige Weg ist!

Der bessere Weg ist: Professionelle Hilfe!


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6 comments to Hier geht es um Uwe

  • Danke für den Einstieg in eine Diskussion. :-) Wer kennt denn schon DEN richtigen Weg? Natürlich kann es sein, dass Uwe irgendwann aufgibt oder Ole keine professionellen Kooperationspartner vor Ort findet (die sucht er ja gerade). 1000 Sachen können schief gehen. Aber einen Versuch ist es meiner Meinung nach dennoch Wert. Das ganze ist auch durch eine zufällige persönliche Begegnung zustande gekommen, wie man ja im Blogbeitrag von Ole lesen kann. Wir haben da niemanden “auserkoren”.

  • “auserkoren” ist sicher ein doofer Ausdruck, aber mir ist nix Besseres eingefallen. – Sollte Ole nix finden kann er sich gern an mich wenden.

  • Lieber Markus,

    deine Kritik ist vollkommen berechtigt – und selbst, jedenfalls m.E. – Beleg für die Wichtigkeit und Dringlichkeit dieser Aktion, denn: Sie führt dazu, dass Menschen wie du und ich und viele deiner und meiner Leser im Internet beginnen, sich Gedanken darüber zu machen, warum ein Mitmensch wie Uwe auf der Straße lebt und ganz offensichtlich den Weg zurück unter’s Dach und in Arbeit so leicht nicht findet.

    Ob Uwe nun durch mich gezielt von der Straße kommen kann, ob ich der richtige “Helfer” bin, ob es nicht auch viele andere und möglicherweise auch bessere Wege gibt: All das sind Fragen, die ich mir und uns zu stellen bereit bin und denen ich mich gerne stelle. Denn alles, was ich erreichen möchte, ist, Uwe eine Plattform zu geben. Und damit nicht nur Uwe, sondern auch vielen anderen Obdachlosen in Hamburg, in Deutschland und überhaupt.

    Dieses Thema geht uns, genau wie viele andere Themen, alle an.

    Dass wir gemeinsam mit Uwe zeigen können, dass Menschen auf der Straße nicht aufgeben, dass sie ein Gesicht und einen Namen haben – und, dass es offenbar trotz PikAss und Co Probleme und Hinderungsgründe gibt, die sie davon abhalten, schnell wieder im Trockenen zu sitzen: All das sind Themen, die in unsere Köpfe und unsere Herzen gehören. Nur kommen sie dort niemals an, wenn wir einfach an jedem Obdachlosen vorbei laufen mit der internen “Gewissensbefriedung”, dass es schließlich genug öffentliche Angebote gibt und sie sich selbst um sich kümmern können.

    Selbst, wenn alles mögliche schief gehen kann und mit Sicherheit an unserer Aktion vieles schief gehen WIRD: Den Versuch war und ist es wert – und sei es nur, um die Debatte darüber zurück auf die Agenda der Menschen zu holen, damit Mitbürger wie Uwe eben nicht in Vergessenheit geraten.

    Ich nehme deine Hilfe im Übrigen gerne an….mail mir gerne konkrete Kontakte, Ideen, Tipps… wir freuen uns über jede Hilfestellung, lieber Markus.

    Danke für deine anregende und konstruktive Kritik,

    Herzlich,

    Ole Seidenberg

  • SocialBlogger – Aktion Uwe…

      

    Anbei ein kurzer Linktipp der mir wirklich am Herzen liegt. Ole Seidenberger aka SocialBlogger verfolgt seit ca. 10 Tagen eine sehr spannende und vorbildliche Aktion, bei der ich nicht wüsste, ob ich den Mumm dazu hätte.
    Am 25.01. l…

  • ich lasse das mal so stehen, denn ich glaube ich habe schon erwähnt, dass ich nicht meine: besser wegsehen … Aber i auch schon mehrfach erwähnt: Es gibt nun mal Menschen, die das Helfersyndrom der Anderen gern ausnutzen und ein entäuschter Helfer hilft dann meist gar nicht mehr. Apropos @Ole war mit den Adressen etwas anzufangen?

  • @Markus:
    Da sprichst Du auf jeden Fall wichtige Punkte an…
    Eine “gemähte Wiese” ist das natürlich nicht…
    Ganz wichtig ist es auch, das Drogenproblem nicht zu übersehen – als ehemalige Apothekerin habe ich so meine Erfahrungen mit Drogen-substituierten gesammelt, leider war fast niemand dabei, der es mit einer Substitution über lange Zeit geschafft hat, ein “normales” Leben zu führen, und die Rückfallquote ist enorm hoch.

    ABER: Was Ole gerade macht ist es, mit Hilfe von Uwe den Leuten auf der Straße ein Gesicht und eine Geschichte zu geben.
    Sind wir uns ehrlich – sehr viele von uns laufen täglich an Obdachlosen vorbei und schauen entweder weg oder ekeln sich vor dem Dreck. Und wenn sie schlechtes Gewissen kriegen, beruhigen sie sich damit, dass es ja eh genug öffentliche Stellen gibt, die sich um solche Leute kümmern, und dass die Leute ja wohl auch irgendwie selbst schuld sein müssen, so abgesackt zu sein…

    So viele Themen werden im Internet neu aufgerollt und diskutiert, von Transparenz, Authentizität und Partizipation ist die Rede… schön, dass Ole das Thema Obdachlose aufrollt und der Öffentlichkeit im Internet was zum Nachdenken drüber gibt!

    Ich denke, um der Aktion Seriosität zu geben und um die Chancen auf ein Gelingen zu erhöhen sollte Ole so bald wie möglich den Kontakt zu Profis, die langjährige Erfahrung mit Obdachlosen und auch mit Drogenabhängigen haben, suchen und eng mit diesen zusammen arbeiten. Vor allem, wenn das Cafe Wirklichkeit werden soll…

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