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Mitten am Rand

Bildquelle: Mitten am Rand

Bildquelle: Mitten am Rand

Manchmal frage ich mich was ich eigentlich falsch mache bei meinen inzwischen recht seltenen Internetausflügen!? Da bin ich nach längerer Zeit mal wieder beim Socialblogger und seinem Freund Uwe und lese da einen Verweis auf einen Blog der Caritas (kennst Du nicht? Na dann kuckst Du hier) : Mitten am Rand in dem Leute schreiben, die eben mitten am Rand leben!Was “Mitten amRand” möchte wird schon am Anfang gesagt:

Weg mit Klischees, Vorurteilen und Phantasien

Wie leben Obdachlose, Süchtige, psychisch Kranke, Häftlinge oder extrem arme Menschen tatsächlich? Was bewegt sie, was ärgert sie, womit kämpfen sie, worauf hoffen sie? Davon berichten Betroffene und ihre Helfer offen und authentisch

Jau das tun die! Und zwar so gut, dass es mir, der in diesem Bereich nicht ganz unbeleckt ist (selber Süchtel und jahrelange Arbeit im Sozialen) die Gänsehaut auf die Haut zaubert!

Ein toller Blog, für alle, die sich informieren wollen, helfen wollen oder sich nur ein anderes Bild verschaffen wollen!

3 comments to Mitten am Rand

  • Hallo Markus,
    finde ich super, dass du auf unseren Blog verweist. Noch mehr freut mich das Lob von einem, der die Materie zu kennen scheint. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Menschen eine Plattform zu bieten über ihre Situation zu sprechen und auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen!
    Gruß
    Marc

  • Ehre wem Ehre gebührt ;-)
    Viel Erfolg
    Markus

  • Hallo Markus,

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

    Ich habe ja schon oft im Zusammenhang mit der Gier der Mächtigen, deren Lebensinhalt es zu sein scheint, immer noch mehr Vermögen zusammenzuraffen, darauf verwiesen, was wohl ein Hartz-IV Empfänger dazu sagen würde, wenn … – Wenn ich von Menschen höre, wie sie abfällig über Obdachlose sprechen, dann frage ich sie, wie sie selbst wohl darüber denken würden, wenn sie selbst einmal in diese Situation kommen würden. Oft höre ich dann Floskeln wie: “Ich arbeite schließlich für mein Geld” oder “Wer Arbeit sucht, der findet auch welche”. Ich sage diesen Menschen dann, dass in der heutigen Zeit jeder von uns schneller von Arbeitslosigkeit getroffen werden kann, als ihm lieb ist, und dass es genug Menschen am Rande unserer Gesellschaft gibt, die gerne für ihr Geld arbeiten würden, wenn man sie nur ließe. Mir schwillt jedesmal der Kamm, wenn ich von den satten Politikern höre, welche neuen Sanktionen sie für die Menschen erfinden, die soundso lange oder länger arbeitslos sind. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat mir einmal erzählt, wie sich Menschen bildlich gesprochen “entblößen” müssen, wenn sie um Unterstützung aus Hartz-IV Mitteln bitten. In meinen Augen ist allein das schon entwürdigend. Politiker sträuben sich mit Händen und Füßen, wenn sie ihre Einkünfte aus Nebenbeschäftigungen vor uns Wählern offenlegen sollen, damit wir Bürger nachvollziehen können, wen wir bedenkenlos wählen können, oder ob wir möglicherweise unsere Stimme an einem Wolf im Schafspelz verschwenden. Die gleichen Politiker erniedrigen Hartz-IV Empfänger auf’s Tiefste, indem sie denen genau das diktieren, was sie selbst schon in diesem einen Punkt verweigern!

    Wenn ich bisher zu den Menschen, die abfällig über Arbeitslose sprechen, gesagt habe, dass sie unter Umständen selbst in diese Situation kommen könnten, dann war das immer mehr oder weniger theoretisch. Ich konnte nur auf drei konkrete Beispiele ehemaliger Kollegen und einem Freund verweisen. Dass es auch noch tiefere Abgründe gibt zeigen mir die Berichte der Betroffenen im Blog “Mitten am Rand”. Wenn ich wieder einmal jemanden abfällig über von Arbeitslosigkeit betroffene Mitmenschen reden höre, dann werde ich sie bitten, einmal die Berichte in diesem Blog der Caritas zu lesen. Danke für deinen Hinweis auf das Fenster in diese – für die meisten Menschen – unbekannte Welt am Rand.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend,
    juwi

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